Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine vor vier Jahren sind Hunderttausende Soldaten auf beiden Seiten gefallen oder verwundet. Die Schätzungen variieren erheblich – doch eine Zahl sticht besonders heraus: Die NATO beziffert die russischen Verluste mittlerweile auf etwa 1,3 Millionen Soldaten. Was genau hinter dieser Zahl steckt und welche Quellen es gibt, erklärt dieser Überblick.

Tägliche Verluste: ca. 1.023 Soldaten (Januar 2026) · NATO-Schätzung Gesamtverluste: 1,3 Millionen · Russische Tote (NATO): 350.000

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
  • NATO-Schätzung: 1,3 Mio. russische Verluste insgesamt (n-tv)
  • Russland machte 2025 für 4.500–4.800 km² erobertes Land 350.000 Verluste (ZDF)
  • Durchschnittlich 1.023 russische Soldaten Verluste pro Tag im Januar 2026 (Spiegel)
2Was unklar ist
  • Russland veröffentlicht keine offiziellen Verlustzahlen (Deutschlandfunk)
  • Ukrainische Angaben zu russischen Verlusten (über 1,5 Mio.) nicht unabhängig verifizierbar (Deutschlandfunk)
  • Exakte Langzeitprognosen für 2026 bleiben unsicher (Deutschlandfunk)
3Zeitleisten-Signal
  • 11.02.2026: NATO aktualisiert Schätzung auf 1,3 Mio. (n-tv)
  • Januar 2026: CSIS veröffentlicht eigenen Verlustbericht (n-tv)
  • Später Frühjahr 2026: Mögliche russische Offensive erwartet (Blick)
4Wie es weitergeht
  • Front bleibt durch Drohnen-Dominanz statisch (ZDF)
  • Russland plant Offensive für späten Frühling 2026 (ZDF)
  • Personalausgleich durch Mobilisierung wahrscheinlich (ZDF)

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Verlustzahlen aus verschiedenen Quellen zusammen und ermöglicht einen direkten Vergleich der Schätzungen.

Kategorie Zahl Quelle
Gesamtverluste Russland (NATO) 1.300.000 n-tv
Russische Tote (NATO-Schätzung) 350.000 n-tv
Russische Verluste (CSIS) 1.200.000 Wikipedia/Chronik
Tägliche Verluste Januar 2026 1.023 Spiegel
Verluste 2025 (ZDF-Analyse) 350.000 ZDF
Ukrainische Tote (Selenskyj) 55.000 Deutschlandfunk
Westl. Schätzung ukr. Tote 100.000–140.000 Deutschlandfunk
Kriegsbeginn 24.02.2022 Statista

Wie hoch sind die Verluste Russlands in diesem Krieg?

Die offiziellen Zahlenangaben zu russischen Verlusten im Ukraine-Krieg klaffen weit auseinander – Russland selbst schweigt, während verschiedene westliche Quellen ihre eigenen Schätzungen vorlegen. Am 11. Februar 2026 aktualisierte die NATO ihre Berechnungen: Demnach belaufen sich die russischen Gesamtverluste auf etwa 1,3 Millionen Soldaten, darunter 350.000 Tote.

Gesamtschätzungen

Ein ranghoher NATO-Beamter erklärte, Moskau opfere damit mehr Männer und Frauen als in jedem europäischen Konflikt seit dem Zweiten Weltkrieg. Diese Einschätzung wird durch den CSIS-Bericht Ende Januar 2026 gestützt, der von 1,2 Millionen russischen Verlusten seit Februar 2022 ausgeht.

Was das bedeutet

Russland hat in vier Jahren Krieg nach NATO-Schätzungen Verluste erlitten, die das gesamte aktive Personal der britischen Armee um ein Vielfaches übersteigen.

Tägliche Verluste

Nach Angaben des Spiegel verlor Russland im Januar 2026 durchschnittlich 1.023 Soldaten pro Tag. Die ZDF-Militäranalyse beziffert die Verluste für 2025 auf insgesamt 350.000 Soldaten – bei einer territorialen Eroberung von lediglich 4.500 bis 4.800 Quadratkilometern.

Quellenvergleich

Ukrainische Angaben, wonach die russischen Verluste bis Anfang 2026 die Marke von 1,5 Millionen überschritten haben, stammen aus Wikipedia (Chronik) und lassen sich nicht unabhängig verifizieren. Russland selbst macht keine offiziellen Angaben zu Verlusten.

Die Kluft zwischen ukrainischen Meldungen und westlichen Schätzungen reflektiert die grundsätzliche Schwierigkeit, Verluste in einem Krieg ohne transparente Berichterstattung präzise zu erfassen.

Nach Deutschlandfunk schätzen westliche Geheimdienste die ukrainischen Verluste auf 100.000 bis 140.000 Tote, während der ukrainische Präsident Selenskyj offiziell 55.000 gefallene Soldaten angibt. Diese Diskrepanz zeigt die generelle Unsicherheit bei der Erfassung von Kriegsverlusten.

Wie viele Soldaten hat Russland noch aktuell?

Trotz der immensen Verluste verfügt Russland weiterhin über eine substantiale Streitmacht. Die Frage nach der aktuellen Kampfkraft hängt von mehreren Faktoren ab: der Fähigkeit zur Mobilisierung, der Moral der Truppen und dem Zustand der Ausrüstung.

Aktuelle Truppenstärke

Das Center for Strategic and International Studies (CSIS) schätzt die russischen Gesamtverluste auf 1,2 Millionen Soldaten seit Kriegsbeginn. Nach Angaben der ZDF-Militäranalyse konnte Russland diese Verluste bisher durch eine Kombination aus Freiwilligenwerbung, Soldzahlungen und partiellem Mobilisierungsdruck ausgleichen.

Rekrutierung

Laut Länder-Analysen bleiben die Personalverluste Russlands 2026 hoch, könnten aber durch weitere Mobilisierungsmaßnahmen kompensiert werden. Russland kann nach Einschätzung von Militäranalysten durch den Einsatz von Drohnen und eine technische Überlegenheit aufrechterhalten, trotzt erheblicher Personalverluste.

Die USA haben ihre Unterstützung für die Ukraine 2025 weitgehend zurückgefahren, was die Verlustrechnung auf ukrainischer Seite verschärft hat.

Verbleibende Kampfkraft

Trotz der Verluste zeigt die russische Armee keine Anzeichen eines vollständigen Zusammenbruchs. Die Prognose von Militäranalysten zeigt, dass Russland eine Offensive für den späten Frühling 2026 plant, mit einer Produktion von über 50.000 Geran-Drohnen allein 2026.

Die Analyse zeigt, dass die -Dominanz die Frontlinie 2026 weitgehend statisch hält, Russland aber dennoch personelle Reserven mobilisieren kann.

Wie stark ist Putins Armee noch?

Vier Jahre nach Kriegsbeginn bleibt die russische Armee trotz hoher Verluste einsatzfähig. Die Analyse zeigt, dass die russische Armee 2026 noch über eine beachtliche Kampfkraft verfügt und diese durch kontinuierliche Personalergänzung sowie Modernisierung der Ausrüstung aufrechterhält.

Militärische Kapazitäten

Nach Analysen (2026) produziert Russland über 50.000 Geran-Drohnen jährlich und kompensiert materielle Verluste durch erhöhte Produktion. Die Prognose zeigt, dass Russland trotz erheblicher Verluste eine Offensive für 2026 plant.

Der Widerspruch

Russland verliert massiv Personal und Ausrüstung, kann aber durch schiere Masse und Industrialisierung des Krieges relevante Kampfkraft aufrechterhalten.

Ausrüstungsverluste

Die Berichterstattung (2026) beziffert die russischen Verluste auf etwa 350.000 Soldaten für das Jahr 2025. Trotz dieser enormen Verluste hat Russland nach ZDF-Angaben vier Millionen Quadratkilometer erobert, was auf eine massive Truppenmobilisierung hindeutet.

Nach Spiegel-Frühschätzungen verlor Russland früh im Krieg möglicherweise zehn Prozent seiner Ausrüstung. Die Fähigkeit, diese Verluste zu ersetzen, unterscheidet den fortgesetzten russischen Militäreinsatz von einem Zusammenbruch.

Welche Armee ist stärker, NATO oder Russland?

Der direkte Vergleich zwischen der NATO und Russland fällt angesichts unterschiedlicher Strategien und Verlustrechnungen komplex aus. Die NATO beziffert ihre Unterstützung für die Ukraine als entscheidenden Faktor, während Russland auf Massenmobilisierung und industrielle Kriegsführung setzt.

Kräftevergleich

Nach n-tv-Angaben opfert Russland mehr Soldaten als in jedem europäischen Konflikt seit dem Zweiten Weltkrieg. Doch die NATO sieht sich selbst in einer Position der technologischen Überlegenheit, während Russland Masse vor Qualität setzt.

Laut Blick plant Russland möglicherweise eine Offensive gegen NATO-Staaten im späten Frühjahr 2026. Die NATO verstärkt gleichzeitig ihre Ostflanke mit Waffen, Munition und Robotertechnik.

NATO-Vorteile

Die NATO verfügt nach Wikipedia-Angaben über technologische Vorteile und eine gut ausgerüstete Allianz. Der größte Vorteil liegt in der gemeinsamen Verteidigungsstrategie und der konventionellen Überlegenheit.

Russische Schwächen

Russlands Schwächen liegen nach Analysen im Bereich der Personalverluste und der Abhängigkeit von Massenmobilisierung. Die Länder-Analysen zeigen, dass Russland personelle Reserven durch Mobilisierung ausgleichen muss, um seine Kampfkraft aufrechtzuerhalten.

Wie viele Russen sind bis jetzt gefallen?

Die Frage nach den gefallenen russischen Soldaten lässt sich nur durch verschiedene Quellen schätzen. Die NATO-Schätzung von 350.000 Toten stellt die am häufigsten zitierte Zahl dar, doch die Dunkelziffer bleibt unbekannt.

Offizielle Zahlen

Nach Deutschlandfunk macht Russland keine offiziellen Angaben zu Verlusten. Diese Intransparenz erschwert jede genaue Zählung erheblich.

Unabhängige Schätzungen

Das CSIS beziffert nach Wikipedia-Angaben die russischen Verluste auf 1,2 Millionen seit Februar 2022, davon 325.000 Tote. Diese Zahlen liegen etwas unter den NATO-Schätzungen, was auf unterschiedliche Methoden bei der Zählung hindeutet.

Opferzahlen Wikipedia

Die Wikipedia-Chronik listet ukrainische Angaben zu russischen Verlusten bis zum 8. Januar 2026 mit 1.215.900 Soldaten. Diese Zahlen sind jedoch nicht unabhängig verifizierbar und stammen aus einer Konfliktpartei.

Zusammenfassung

Russland hat nach NATO-Schätzungen seit Februar 2022 etwa 1,3 Millionen Verluste (350.000 Tote) erlitten. Trotz dieser enormen Verluste kann die russische Armee durch Massenmobilisierung und industrielle Kriegsführung weiterhin relevant kämpfen. Die Kluft zwischen verschiedenen Quellen – von NATO (1,3 Mio.) über CSIS (1,2 Mio.) bis zu ukrainischen Angaben (über 1,5 Mio.) – zeigt die grundsätzliche Schwierigkeit, Verluste ohne transparente Berichterstattung präzise zu erfassen.

“"Moskau opfert damit mehr Männer und Frauen als in jedem europäischen Konflikt seit dem Zweiten Weltkrieg."”

Ranghoher NATO-Beamter, NATO-Vertreter

“Selenskyj: 55.000 getötete ukrainische Soldaten.”

Wolodymyr Selenskyj, Ukrainischer Präsident

Verwandte Beiträge: Atomkrieg Risiken und Szenarien

NATO schätzt russische Verluste im Ukraine-Krieg auf 1,3 Millionen Soldaten, was den verifizierten russischen Verlustzahlen aus unabhängigen Analysen nahekommt.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Russen sind bis jetzt gefallen?

Die NATO beziffert die russischen Verluste auf etwa 1,3 Millionen Soldaten seit Kriegsbeginn, darunter 350.000 Tote (Stand: Februar 2026). Die genauen Zahlen sind aufgrund fehlender offizieller russischer Angaben unsicher.

Wie hoch sind die Verluste Russlands in diesem Krieg?

Russland hat nach NATO-Schätzungen 1,3 Millionen Soldaten verloren (Getötete und Verletzte). Die täglichen Verluste lagen im Januar 2026 bei durchschnittlich 1.023 Soldaten.

Wie viele Soldaten hat Russland noch aktuell?

Trotz hoher Verluste verfügt Russland weiterhin über eine substantiale Streitmacht. Die Verluste konnten bisher durch Freiwilligenwerbung, Soldzahlungen und Mobilisierung ausgeglichen werden.

Ist Russland militärisch noch stark?

Ja, die russische Armee zeigt trotz massiver Verluste keine Anzeichen eines vollständigen Zusammenbruchs. Durch Massenmobilisierung, erhöhte Drohnenproduktion (über 50.000 Geran-Drohnen jährlich) und industrielle Kriegsführung kann Russland relevante Kampfkraft aufrechterhalten.

Welche Armee ist stärker, NATO oder Russland?

Die NATO verfügt über technologische Vorteile und konventionelle Überlegenheit, während Russland auf Masse und Industrialisierung des Krieges setzt. Ein direkter Vergleich ist aufgrund unterschiedlicher Strategien schwierig.

Wie hoch sind die täglichen Verluste Russlands?

Im Januar 2026 verlor Russland nach Spiegel-Angaben durchschnittlich 1.023 Soldaten pro Tag.

Welche russischen Verluste gibt es bei Panzern?

Die ukrainische Armee verlor nach Statista-Angaben bis März 2025 über 2.500 Panzer. Russische Panzerverluste werden nicht offiziell bekannt gegeben.

Was sind die wirtschaftlichen Folgen für Russland?

Die enormen Verluste an Personal und Ausrüstung belasten die russische Wirtschaft erheblich. Die Aufrechterhaltung der Kriegsführung erfordert massive Ressourcen für Mobilisierung und Rüstungsproduktion.

Wie wirkt sich der Krieg auf Russlands Armee aus?

Der Krieg führt zu kontinuierlichem Personalverschleiß und Ausrüstungsverlusten. Russland kompensiert dies durch Mobilisierung, erhöhte Soldzahlungen und massive Drohnenproduktion.

Welche Rolle spielt die NATO im Kräftevergleich?

Die NATO unterstützt die Ukraine mit Waffen und Technologie, verstärkt ihre Ostflanke und schätzt die russischen Verluste regelmäßig. Die NATO- beeinflusst den Kriegsverlauf erheblich.