Wer einen Amaretto Sour bestellt, erwartet meist einen süßen, samtigen Drink. Dabei steckt hinter der einfachen Kombination aus Mandellikör und Zitrone mehr, als man denkt – je nachdem, ob man ihn puristisch mit zwei Zutaten oder mit Eiweiß nach Barkeeper-Art zubereitet. In diesem Reiseführer durch die Welt des Amaretto Sour erfährst du, welche Variante zu dir passt und wie du den Klassiker Schritt für Schritt perfekt hinbekommst.

Kategorie: Cocktail (Sour-Familie) · Hauptzutat: Amaretto (Mandellikör) · Geschmack: süß-sauer mit Mandelnote · Alkoholgehalt: ca. 8–12 % vol · Kalorien pro Portion: ca. 180–220 kcal · IBA-Kategorie: New Era Drinks

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht

Sechs Eckdaten, die den Amaretto Sour als Cocktail-Phänomen charakterisieren – vom Kaloriengehalt bis zur offiziellen IBA-Einordnung.

Merkmal Wert
Kategorie Cocktail (Sour-Familie)
Hauptzutat Amaretto (Mandellikör)
Geschmack süß-sauer mit Mandelnote
Alkoholgehalt ca. 8–12 % vol
Kalorien pro Portion ca. 180–220 kcal
IBA-Kategorie New Era Drinks

Welche Zutaten gehören in einen Amaretto Sour?

Welche Zutaten sind essenziell für einen Amaretto Sour?

Die Implikation: Wer mit wenigen Zutaten startet, lernt das Grundgerüst – und kann später entscheiden, ob er Eiweiß, Sirup oder Bitters hinzufügt.

Kann man Limette statt Zitrone verwenden?

Ja, Limette ergibt einen etwas herberen, leicht grasigen Geschmack. Die meisten Barkeeper greifen jedoch zur Zitrone, weil sie die Mandelsüße klassischer ausgleicht (European Bartender School (Bar-Ausbildung)). Wer es experimenteller mag, kann auch einen Mix aus Zitrone und Limette probieren.

Welcher Amaretto-Likör ist am besten geeignet?

Disaronno ist die bekannteste Marke und wird in den meisten Rezepten genannt (Luxardo USA (Hersteller)). Aber auch Gozio oder Lazzaroni liefern gute Ergebnisse, da sie eine ähnliche Süße und Mandeltiefe bieten. Entscheidend ist, dass der Likör nicht zu künstlich schmeckt – Bio- oder kleine Manufakturen können eine feinere Note beisteuern (Epicurious (Kulinarik-Magazin)).

Der Trade‑off: Marken-Amaretto ist konsistent, aber weniger individuell. Kleine Brennereien schmecken oft interessanter, kosten aber mehr.

Was sind die zwei Zutaten im Amaretto Sour?

Reichen Amaretto und Zitronensaft aus?

Ja – die puristische Version kommt ohne Sirup aus, weil der Amaretto selbst schon reichlich Zucker mitbringt. Das Verhältnis von 2 Teilen Amaretto zu 1 Teil Zitronensaft gilt als Faustregel (REWE.de (Rezeptportal)). Geschüttelt mit Eis ergibt das einen erfrischenden, leicht süß-sauren Cocktail, der ohne viel Aufwand auskommt.

Warum wird die Zweizutaten-Version oft bevorzugt?

Sie ist schnell zubereitet, benötigt keine speziellen Techniken und kommt ohne Ei oder Bitters aus. Perfekt für den Feierabend, wenn man nicht lange mixen will. Zudem ist sie kalorienärmer als die Variante mit Sirup und Eiweiß (Topdrinks.de (Cocktail-Magazin)).

Der Haken: Der Drink hat weniger Volumen und kein sichtbares Schaumhäubchen. Wer Wert auf Optik und Textur legt, greift besser zur Drei- oder Vier-Zutaten-Version.

Fazit: Die Zweizutaten-Version ist ideal für Minimalisten und Anlässe, bei denen der Geschmack zählt, nicht die Präsentation. Hobby-Barkeeper erhalten einen schnellen Drink; Genießer eine ehrliche Mandelnote ohne Überlagerung.

Diese puristische Version zeigt, dass ein Cocktail nicht viele Zutaten braucht, um zu überzeugen.

Wie macht man einen Amaretto Sour im Vereinigten Königreich?

Welche Marke wird in Großbritannien typischerweise verwendet?

Disaronvo dominiert auch auf der Insel – häufig in Supermärkten und Bars zu finden. Daneben gibt es lokale Amaretti wie „Luxardo“ oder „Bols“ (Luxardo USA (Hersteller)). Die britische Rezeptur lehnt sich oft an die IBA-Standards an.

Wie unterscheiden sich die Mengenangaben (ml vs. oz)?

In UK wird meist in Millilitern gemessen: 50 ml Amaretto, 25 ml Zitronensaft und optional 15 ml Zuckersirup (European Bartender School (Bar-Ausbildung)). Wer ein amerikanisches Rezept mit „oz“ anpasst, verwendet 1,5 oz (≈45 ml) Amaretto, 1 oz Zitronensaft und 0,5 oz Sirup.

Das Muster: Die britische Version bleibt nah am Original, setzt aber auf klare ml-Maße und oft auf das Eiweiß für den Schaum.

Wie machen Barkeeper Amaretto Sours?

Warum verwenden Barkeeper oft Eiweiß?

Eiweiß sorgt für eine samtige Textur und einen stabilen Schaum, der den Drink optisch aufwertet. Die Methode: Zuerst alle Zutaten ohne Eis kräftig schütteln (Dry Shake), dann mit Eis kurz schütteln (Wet Shake) (Imbibe Magazine (Getränke-Fachmagazin)).

Welche Techniken unterscheiden sich vom Hobby-Rezept?

  • Dry Shake: Alle Zutaten inkl. Eiweiß 10–15 Sekunden ohne Eis schütteln, um das Eiweiß zu emulgieren.
  • Wet Shake: Eis hinzufügen und weitere 10 Sekunden schütteln, bis der Drink eiskalt ist.
  • Fine Strain: Den Drink durch ein feines Sieb in ein Glas geben, um Eissplitter und Eiweißreste zu filtern.
  • Angostura Bitters: Einige Spritzer auf den Schaum geträufelt, als Aroma und Dekoration (Spirituosenworld.de (Fachhändler)).

Welche Garnitur verwenden Profis?

Cocktailkirsche (gern Luxardo Maraschino) und eine Zitronenzeste sind Standard. Manche geben zusätzlich eine Orangenscheibe hinzu (REWE.de (Rezeptportal)). Die Bitters auf dem Schaum setzen einen farblichen und geschmacklichen Kontrast.

Der Profi-Trick

Der Dry Shake ist der entscheidende Schritt für die Schaumkrone. Lässt du ihn weg, wird der Drink flach und trüb – das ist der größte Fehler von Anfängern.

Diese Profi-Techniken heben den Cocktail auf ein neues Niveau.

Wie macht man einen einfachen Amaretto Sour?

Wie vereinfacht man das Rezept ohne Eiweiß?

Die einfache Version besteht nur aus Amaretto, Zitronensaft und etwas Sirup – oder ganz ohne Sirup, wenn der Amaretto süß genug ist (REWE.de (Rezeptportal)). Einfach alle Zutaten mit Eis in einen Shaker geben, kräftig schütteln und in ein Tumbler-Glas abseihen. Kein Dry Shake, kein Fine Strain – das spart Zeit.

Welche Zutaten braucht man für die einfache Version?

  • 50 ml Amaretto (bspw. Disaronno)
  • 25 ml frisch gepresster Zitronensaft
  • 10 ml Zuckersirup (optional, je nach Süße des Likörs)
  • Eiswürfel
  • Garnitur: Zitronenscheibe oder Kirsche

Kann man fertigen Sour Mix verwenden?

Ja, aber die Qualität leidet. Fertiger Sour Mix enthält oft Maissirup und Konservierungsstoffe, die den Drink künstlich und zu süß machen (Imbibe Magazine (Getränke-Fachmagazin)). Frischer Zitronensaft plus selbst angesetzter Sirup ist in drei Minuten gemacht und schmeckt ungleich besser.

Der Trade‑off: Sour Mix ist bequem, aber geschmacklich ein Kompromiss. Wer Wert auf natürliche Aromen legt, sollte die frische Variante wählen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Amaretto Sour zubereiten

Methode 1: Klassisch mit zwei Zutaten

  1. 70 ml Amaretto und 35 ml frischen Zitronensaft in einen Shaker mit Eis geben.
  2. Kräftig schütteln (10 Sekunden).
  3. In ein mit Eis gefülltes Tumbler-Glas abseihen.
  4. Mit Zitronenscheibe garnieren. Sofort servieren.

Methode 2: Nach Barkeeper-Art mit Eiweiß

  1. 50 ml Amaretto, 25 ml Zitronensaft, 15 ml Zuckersirup und 15 ml Eiweiß (oder Aquafaba) in den Shaker geben.
  2. Ohne Eis 10 Sekunden schütteln (Dry Shake).
  3. Eiswürfel hinzufügen und 10 Sekunden schütteln (Wet Shake).
  4. Durch ein feines Sieb in ein Cocktailglas abseihen.
  5. 2–3 Spritzer Angostura Bitters auf den Schaum geben. Mit Cocktailkirsche und Zitronenzeste garnieren.

Methode 3: Einfach ohne Eiweiß

  1. 60 ml Amaretto, 30 ml Zitronensaft und 10 ml Zuckersirup (optional) in den Shaker mit Eis geben.
  2. 10 Sekunden schütteln, in ein Glas mit frischen Eiswürfeln abseihen.
  3. Garnitur nach Wahl: Zitronenscheibe oder Kirsche.

Mit diesen Methoden gelingt der Amaretto Sour in jeder Variante.

Klarheit: Was steht fest, was ist fraglich?

Bestätigte Fakten

  • Amaretto Sour basiert auf Amaretto + Zitronensaft (oder Limette) (Topdrinks.de (Cocktail-Magazin))
  • Der Drink gehört zur Sour-Familie (European Bartender School (Bar-Ausbildung))
  • IBA-Rezept enthält Eiweiß und Sirup (REWE.de (Rezeptportal))
  • Disaronno ist die meistgenannte Marke (Luxardo USA (Hersteller))

Was unklar ist

  • Exakter Ursprung des Zweizutaten-Rezepts (Epicurious (Kulinarik-Magazin))
  • Original mit oder ohne Eiweiß? (Imbibe Magazine (Getränke-Fachmagazin))
  • Zeitpunkt der Bourbon-Variante (Spirituosenworld.de (Fachhändler))

„Der Amaretto Sour ist ein Sour, ein Mixgetränk aus einer Basis-Spirituose, Zitrussaft und einem Süßungsmittel.“

Wikipedia (Nachschlagewerk)

„Jeffrey Morgenthaler hat den Amaretto Sour mit Limette, Eiweiß, Sirup und Angostura Bitters neu interpretiert und damit einen Preis gewonnen.“

Bekanntes Zitat aus Barkeeper-Kreisen (Quelle: Spirituosenworld.de (Fachhändler))

Für Hobby-Barkeeper in Deutschland ist die Empfehlung klar: Wer den Amaretto Sour das erste Mal probiert, startet mit der einfachen Zwei-Zutaten-Version. Wer optisch beeindrucken und die samtige Textur erleben will, investiert in ein Ei und ein feines Sieb – der Aufwand lohnt sich. Oder man bleibt bei der schnellen Variante und spart Zeit. Beide Wege führen zu einem erfrischenden süß-sauren Drink.

Häufig gestellte Fragen

Kann man Amaretto Sour ohne Alkohol zubereiten?

Ja, mit alkoholfreiem Amaretto-Sirup oder Mandelsirup und Zitronensaft.

Welcher Amaretto ist der beste für einen Amaretto Sour?

Disaronno ist die bekannteste Marke, aber auch andere Amaretti wie Gozio oder Lazzaroni eignen sich.

Ist Amaretto Sour glutenfrei?

Ja, die meisten Amaretto-Liköre sind glutenfrei, da sie aus Mandeln und Zucker bestehen.

Kann man Amaretto Sour auch mit Limette statt Zitrone machen?

Ja, Limette ergibt einen etwas herberen Geschmack; viele Barkeeper bevorzugen aber Zitrone.

Wie lagere ich übrig gebliebenen Amaretto Sour?

Der Cocktail sollte sofort getrunken werden; Reste können im Kühlschrank einen Tag aufbewahrt werden, aber der Schaum fällt in sich zusammen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Amaretto Sour und einem Whiskey Sour?

Der Whiskey Sour verwendet Bourbon oder Rye als Basis, der Amaretto Sour Mandellikör – daher süßer und milder.

Weitere Rezepte und Tipps findest du in den verlinkten Beiträgen.