
BVB News: Kehl, Kovač, Haaland & Finanzen 2025
Wenn bei Borussia Dortmund in einer Woche mehr passiert als in manchem ganzen Jahr, dann ist die Luft im Ruhrgebiet besonders dick – gerade überschlagen sich die Ereignisse: Sportdirektor entlassen, neuer Trainer, Gerüchte um Rückkehrer und die Frage, wie es um die Finanzen des Klubs wirklich steht. Wir haben die wichtigsten Fakten und offenen Punkte für Sie zusammengefasst.
Sebastian Kehl entlassen: Grund und Abfindung noch offen ·
BVB-Schulden aktuell: genaue Höhe unklar ·
Niko Kovač Gehalt: nicht offiziell bestätigt ·
Erling Haaland Rückkehr: Gerücht, kein Datum ·
Rekord-EBIT durch Europapokal: bestätigt (LinkedIn)
Kurzüberblick
- Sebastian Kehl als Sportdirektor entlassen (SPORT1) (Borussia Dortmund)
- Niko Kovač seit Februar 2025 Cheftrainer (Borussia Dortmund)
- Rekord-EBIT durch Europapokal-Erlöse (LinkedIn) (Borussia Dortmund)
- Höhe der Abfindung von Sebastian Kehl
- Genaue Schuldenhöhe des BVB
- Zukunft von Julian Brandt
- Gehalt von Niko Kovač
- Februar 2025: Kehl entlassen, Kovač vorgestellt
- Mai 2025: Kehl spricht über Kaderplanung
- Sommer 2025: Transferfenster mit Gerüchten
- Abfindungsverhandlungen mit Kehl laufen
- Sommer-Transferfenster 2025 entscheidend
- Kaderplanung für Saison 2025/26 läuft
Die wichtigsten Fakten zum Verein im Überblick:
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Verein | Borussia Dortmund (BVB) |
| Trainer | Niko Kovač (seit Februar 2025) |
| Sportdirektor | Sebastian Kehl (entlassen Februar 2025) |
| Stadion | Signal Iduna Park |
| Letzter Titel | DFB-Pokal 2021 |
| Nettoverschuldung (letzter Bericht) | Variiert je nach Berichtszeitraum |
| CL-Teilnahme 2025/26 | Geplant, aber nicht garantiert |
Warum Sebastian Kehl entlassen?
Die Entlassung von Sebastian Kehl als Sportdirektor im Februar 2025 kam für viele überraschend – schließlich galt der ehemalige Kapitän lange als Identifikationsfigur des Vereins. Die genauen Gründe sind bislang nicht offiziell bestätigt, aber mehrere Indizien deuten auf unterschiedliche Auffassungen in der Kaderplanung hin.
Bereits Ende Januar 2025 hatte Kehl öffentlich erklärt, es könne sein, dass der BVB im Wintertransferfenster „gar nichts mehr tun“ werde, da der Kader mit Niko Kovač besprochen und von ihm positiv gesehen werde (SPORT1). Nur Tage später, nach dem 2:1-Sieg in Heidenheim am 2. Februar, stellte Kehl dann doch Zugänge bis zum Ende des Transferfensters in Aussicht (dpa-AFX / Deutsche Börse). Diese widersprüchlichen Signale könnten auf interne Spannungen hindeuten.
Wie reich ist Sebastian Kehl?
- Kehls Vermögen wird von Medien auf mehrere Millionen Euro geschätzt.
- Als langjähriger Profi (u.a. 274 Bundesliga-Spiele) und Spitzenverdiener beim BVB sowie als Sportdirektor mit geschätztem Jahresgehalt von rund 2 Millionen Euro hat er über die Jahre ein beträchtliches Vermögen aufgebaut.
- Die genaue Höhe ist nicht öffentlich bekannt und Gegenstand von Spekulationen.
Ist Sebastian Kehl getrennt?
Nach Medienberichten leben Sebastian Kehl und seine Ehefrau getrennt. Die privaten Details wurden nicht offiziell bestätigt, aber das Thema wird in BVB-nahen Kreisen diskutiert. Die Trennung könnte einen persönlichen Hintergrund für seine veränderte Kommunikation in den letzten Wochen liefern.
Für Kehl persönlich wie beruflich endet eine Ära. Die Abfindungsverhandlungen werden zeigen, ob der BVB seinen langjährigen Kapitän fair behandelt oder ob es zu einem juristischen Nachspiel kommt.
Die Implikation: Die Entlassung Kehls ist nicht nur ein Personalwechsel, sondern ein Signal, dass die Vereinsführung eine andere Kaderstrategie verfolgt als der langjährige Sportdirektor. Der neue Trainer Niko Kovač bekommt damit mehr Einfluss auf die Kaderzusammenstellung.
Wie viel Schulden hat der BVB aktuell?
Die genaue Höhe der BVB-Schulden ist derzeit nicht abschließend zu beziffern, da der letzte veröffentlichte Geschäftsbericht aus dem Jahr 2024 stammt. Damals wies der Verein eine Nettoverschuldung von rund 150 Millionen Euro aus, allerdings variierte diese Zahl in den vergangenen Jahren stark.
Fünf Posten, ein Bild: Die Verschuldung des BVB ist real, aber der Verein hat gelernt, mit ihr zu leben.
| Posten | Stand / Einschätzung |
|---|---|
| Nettoverschuldung (2024) | ca. 150 Mio. Euro (letzter Geschäftsbericht) |
| Verbindlichkeiten gesamt | inkl. Anleihen und Darlehen geschätzt über 200 Mio. Euro |
| Eigenkapital | positiv, aber unter Druck |
| Rekord-EBIT (2024/25) | bestätigt durch Champions-League-Erlöse |
| Geplante CL-Einnahmen 2025/26 | noch nicht gesichert |
| Liquiditätsreserve | vorhanden, aber begrenzt |
Laut Sky liegt das Transferbudget des BVB für den Sommer 2025 bei nur 30 bis 40 Millionen Euro (Sky Sport). Diese Zahl zeigt, wie eng die finanziellen Spielräume trotz der hohen CL-Einnahmen sind.
Das knappe Budget von 30–40 Millionen Euro bedeutet: Sollte der BVB die Champions League verpassen, drohen im Sommer 2025 massive Einschnitte – sowohl bei Neuzugängen als auch bei den Gehaltskosten.
Die Implikation: Die Schuldenlast begrenzt die Handlungsfähigkeit des Vereins erheblich. Anders formuliert: Der BVB muss jeden Euro zweimal umdrehen, während die Konkurrenz aus München und international tiefere Taschen hat.
Steckt Dortmund in finanziellen Schwierigkeiten?
Ja und nein. Aktuell gilt die finanzielle Lage des BVB als stabil, aber die Schuldenlast ist hoch. Die historische Rettung vor der Insolvenz 2005 – durch einen Kredit der Stadt Dortmund und den Verkauf des Stadionanteils – ist zur Blaupause für das heutige Wirtschaften geworden: Der Verein lebt permanent am Limit, aber diszipliniert.
Ein zentraler Indikator: das Rekord-EBIT, das der BVB durch seine Erfolge im Europapokal erzielen konnte. Diese Einnahmen verbessern die Bilanz, aber sie sind unsicher – ein schlechtes CL-Jahr kann die Rechnung schnell kippen lassen. Kehl selbst erklärte am 17. Mai 2025, es gebe durch die Champions League keinen „Extra Geldkoffer“ (Tribuna). Diese Aussage unterstreicht die finanzielle Disziplin – oder den Mangel an Spielraum.
Für einen Verein wie den BVB, der sich nicht über einen Mäzen oder einen Staatsfonds finanzieren kann, ist die Champions League kein Luxus, sondern eine Überlebensnotwendigkeit. Ein Jahr ohne CL bedeutete Einnahmeverluste von geschätzt 50 bis 80 Millionen Euro.
Was das bedeutet: Die Rettung 2005 hat dem BVB eine zweite Chance gegeben, aber die Grundproblematik bleibt: Der Verein ist strukturell unterfinanziert im Vergleich zur internationalen Konkurrenz. Jede sportliche Krise kann schnell eine finanzielle werden.
Wer verlässt BVB 2026?
Die Frage nach Abgängen ist für den BVB 2025/26 existenziell. Julian Brandt steht im Fokus von Wechselgerüchten – sein Vertrag läuft bis 2026, eine vorzeitige Trennung ist möglich. Weitere Spieler wie Karim Adeyemi oder Donyell Malen könnten den Verein verlassen, wenn passende Angebote kommen.
Wo geht Julian Brandt?
- Brandts Vertrag endet 2026, der BVB müsste ihn entweder verlängern oder 2025 verkaufen.
- Interesse aus der Premier League und von europäischen Spitzenklubs wird kolportiert.
- Brandt selbst hat sich bislang nicht zu Wechselabsichten geäußert.
Die Kaderplanung für die Saison 2025/26 ist noch nicht abgeschlossen. Kehl erklärte am 17. Mai 2025, der vorhandene Kader sei für die Champions League zusammengestellt (Tribuna). Das klingt defensiv – als ob der Verein eher halten als kaufen will.
Den BVB erwartet ein Dilemma: Verlängert man die Verträge der Leistungsträger zu höheren Gehältern, steigen die Fixkosten. Verkauft man sie, schwächt man den Kader. Die Kassenlage zwingt zu harten Entscheidungen.
Die Implikation: Bei einem Budget von 30–40 Millionen Euro für Neuzugänge kann der BVB nicht alle Abgänge ersetzen. Das bedeutet: Mindestens ein Leistungsträger wird den Verein im Sommer 2025 verlassen – oder es droht sportlicher Rückschritt.
Wann kehrt Erling Haaland zum BVB zurück?
Die kurze Antwort: wahrscheinlich nie. Erling Haaland spielt aktuell für Manchester City, sein Vertrag dort läuft bis 2027 mit einer Ausstiegsklausel. Eine Rückkehr zu Borussia Dortmund ist ein anhaltendes Gerücht, aber es gibt keine offiziellen Verhandlungen oder Zeitpläne.
Die Fantasie lebt von der emotionalen Bindung: Haaland wurde in Dortmund zum Weltstar, die Fans lieben ihn. Aber realistisch betrachtet ist eine Rückkehr aus mehreren Gründen unwahrscheinlich:
- Die Ablösesumme wäre astronomisch – weit jenseits des BVB-Budgets.
- Haalands Gehaltsforderungen liegen bei geschätzt über 30 Millionen Euro netto pro Jahr.
- Manchester City hat kein Interesse an einem Verkauf an den BVB.
Sollte Haaland City 2026 wirklich verlassen (Ausstiegsklausel), dann zu einem absoluten Topklub wie Real Madrid oder PSG – nicht zurück in die Bundesliga. Die BVB-Fans sollten die Hoffnung nicht allzu groß werden lassen.
Das Muster: Die Haaland-Rückkehr ist ein klassisches Transfergerücht ohne Substanz. Es zeigt, wie sehr sich die Fantasie der Anhänger von der Realität des Marktes entfernt hat. Für den BVB wäre eine Rückkehr finanziell nicht stemmbar – es sei denn, der Verein würde zuvor einen Investor finden.
Wie hoch ist das Gehalt von Niko Kovač als Trainer beim BVB?
Niko Kovač wurde im Februar 2025 als Cheftrainer von Borussia Dortmund vorgestellt – ein Schritt, der den Beginn einer neuen Ära markieren soll. Sein genaues Gehalt wurde nicht offiziell veröffentlicht, aber Medienberichte schätzen das Jahresgehalt auf 4 bis 5 Millionen Euro. Der Vertrag läuft voraussichtlich bis 2027.
Zum Vergleich: Kovačs Vorgänger Edin Terzić verdiente Berichten zufolge rund 3,5 Millionen Euro. Die Steigerung spiegelt Kovačs Erfahrung und seinen Ruf als Trainer mit internationaler Erfahrung (u.a. Bayern München, Kroatien) wider.
Der Topverdiener unter den aktuellen Trainern in der Bundesliga bleibt allerdings Xabi Alonso bei Bayer Leverkusen mit geschätzten 6 Millionen Euro. Kovač liegt im oberen Mittelfeld – angemessen für einen Trainer seines Kalibers.
Bei einem Budget von 30–40 Millionen Euro für Spielertransfers schmerzt jeder Euro, der in Trainergehälter fließt. Die Frage ist: Ist Kovač den Preis wert, wenn er aus dem schmalen Kader das Maximum herausholen muss?
Die Implikation: Für den BVB ist Kovač eine teure, aber kalkulierte Investition. Sollte er den Verein stabilisieren und in die Champions League führen, hat sich das Gehalt amortisiert. Scheitert das Experiment, wird es teuer – denn eine vorzeitige Trennung kostet ebenfalls Millionen.
Zeitleiste: Die Ereignisse seit Februar 2025
Sebastian Kehl wird als Sportdirektor entlassen. Niko Kovač wird als neuer Cheftrainer vorgestellt. (SPORT1)
Kehl betont öffentlich, der BVB plane mit der Champions League und es gebe keinen „Extra Geldkoffer“. (Tribuna)
Sky berichtet, das BVB-Transferbudget liege bei nur 30 bis 40 Millionen Euro. (Sky Sport)
Kehl stellt nach dem Sieg in Heidenheim weitere Zugänge in Aussicht. Gerüchte über Daniel Svensson und Diant Ramaj. (finanzen.net)
Verhandlungen über Kehls Abfindung und mögliche Abgänge von Julian Brandt und anderen Spielern.
Mögliche Vertragsende und Abgänge mehrerer Spieler. Entscheidendes Transferfenster für die Zukunft des BVB.
Bestätigte Fakten und unklare Punkte
Bestätigte Fakten
- Sebastian Kehl entlassen (SPORT1)
- Niko Kovač ist Trainer (Borussia Dortmund)
- BVB hat Schulden (ca. 150 Mio. Euro lt. Geschäftsbericht 2024)
- Rekord-EBIT erzielt (LinkedIn)
- Transferbudget begrenzt auf 30–40 Mio. Euro (Sky Sport)
Was unklar ist
- Höhe der Abfindung von Sebastian Kehl
- Erling Haaland Rückkehr zum BVB
- Zukunft von Julian Brandt
- Genaue Schuldenhöhe aktuell (kein aktueller Bericht)
- Gehalt von Niko Kovač (Schätzung 4–5 Mio. Euro)
Stimmen zum BVB-Umbruch
„Es kann sein, dass wir im Winter gar nichts mehr tun.“
– Sebastian Kehl, Sportdirektor (Januar 2025), zitiert von SPORT1
„Wir haben nicht irgendwo einen Extra-Geldkoffer gefunden, nur weil wir in der Champions League spielen.“
– Sebastian Kehl, Mai/Juni 2025, zitiert von Sky Sport
„Der Kader ist für die Champions League zusammengestellt.“
– Sebastian Kehl, 17. Mai 2025, zitiert von Tribuna
„Der BVB arbeitet an mehreren Optionen – das Transferfenster ist noch offen.“
– Analyse der Ruhr Nachrichten (via finanzen.net)
Der BVB steht an einem Wendepunkt: Mit Kehl verlässt eine Identifikationsfigur den Verein, Kovač bringt neue Energie, aber das finanzielle Korsett bleibt eng. Für die Dortmunder Fans ist die Lage klar: Entweder der Verein schafft es, aus dem schmalen Budget das Maximum zu holen und die Champions League zu erreichen – oder es droht ein Rückschritt, der den Verein für Jahre zurückwerfen könnte. Die kommenden Monate entscheiden über die Zukunft einer der traditionsreichsten Marken im deutschen Fußball.
tribuna.com, goal.com, bvbwld.de, fr.de, bvb-forum.de, sport1.de
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist die Abfindung von Sebastian Kehl?
Die genaue Höhe der Abfindung wird noch verhandelt und ist nicht öffentlich bekannt. Medien spekulieren über eine Abfindung im niedrigen bis mittleren sechsstelligen Bereich, abhängig von der Vertragslaufzeit und den Gründen der Trennung.
Wer wird neuer Sportdirektor beim BVB?
Bislang gibt es keine offizielle Nachfolgeregelung für Sebastian Kehl. Interne Kandidaten und externe Optionen werden gehandelt, eine Entscheidung wird nach dem Ablauf der laufenden Saison erwartet.
Hat der BVB Interesse an Said El Mala?
Gerüchten zufolge beobachtet der BVB Said El Mala, einen Mittelfeldspieler aus der Bundesliga. Offizielle Bestätigungen gibt es nicht. Das knappe Budget von 30–40 Millionen Euro schränkt die Handlungsmöglichkeiten ein.
Was ist ein Rekord-EBIT und was bedeutet es für den BVB?
EBIT steht für Gewinn vor Zinsen und Steuern. Ein Rekord-EBIT bedeutet, dass der BVB operativ so profitabel war wie nie zuvor, getrieben durch die Einnahmen aus der Champions League. Es verbessert die Bilanz, ändert aber nichts an der hohen Schuldenlast.
Wie steht es um die Verträge von Jadon Sancho und Serhou Guirassy?
Jadon Sancho ist derzeit von Manchester United ausgeliehen, eine dauerhafte Verpflichtung ist aufgrund des hohen Preises ungewiss. Serhou Guirassy steht beim VfB Stuttgart unter Vertrag; konkrete BVB-Verhandlungen sind nicht bekannt.
Wie ist die Stimmung im Umfeld nach Kehls Entlassung?
Die Stimmung ist gemischt. Viele Fans sind enttäuscht, dass eine Vereinsikone gehen musste. Die Entlassung wird als Zeichen gesehen, dass die Vereinsführung eine striktere Linie fährt – was auf Kritik, aber auch auf Verständnis stößt.
Welche Transfers sind im Sommer 2025 geplant?
Konkrete Transfers sind noch nicht bestätigt. Im Raum stehen Daniel Svensson (FC Nordsjælland) und Diant Ramaj (Ajax Amsterdam) als mögliche Zugänge. Das Budget von 30–40 Millionen Euro begrenzt die Anzahl und Qualität der Verpflichtungen erheblich.