
Insolvenz Revo Hospitality: Folgen für Gäste und Mitarbeiter
Wenn ein Hotelkonzern mit 125 Häusern und Tausenden von Betten in die Insolvenz rutscht, sind die Folgen für Gäste, Mitarbeiter und die Branche enorm. Die Revo Hospitality Group hat im Januar 2026 einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt – ein Verfahren, das auf Rettung statt Abwicklung setzt. Wie es mit den 5.500 Beschäftigten und den gebuchten Urlauben weitergeht, lesen Sie hier.
Betroffene Hotels: 125 ·
Mitarbeiter mit Kündigung: 450 ·
Gerettete Arbeitsplätze: über 5.000 ·
Insolvenzanträge: 138 Hotelgesellschaften ·
Frist für Sanierung: Sommer 2026
Kurzüberblick
- Insolvenzantrag im Januar 2026 (hospitalityInside (Fachmedium))
- 125 Hotels und 138 Gesellschaften betroffen (hospitalityInside)
- Zerschlagung und 450 Kündigungen beschlossen (Hotel Inside (Branchenanalyse))
- Investorenübernahme im Juni 2026 (Hotel vor9 (Branchendienst))
- Ob alle Hotels verkauft oder geschlossen werden (Hotel Inside)
- Details zu den Investoren und Kaufpreisen (Tagesspiegel (Regionalzeitung))
- Langfristige Folgen für die Marke Revo Hospitality (LinkedIn (Branchennetzwerk))
- Januar 2026: Insolvenzantrag in Eigenverwaltung (ZRI Online (Rechtspublikation))
- April 2026: Verfahren für 175 Hotels eröffnet (hogapage (Gastgewerbeportal))
- Juni 2026: Übernahme durch Investoren und Kündigungen (Hotel vor9)
- Sanierung bis Sommer 2026 angestrebt (Hotel Inside (Report))
- Über 5.000 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben (Boutique Hotel News (Fachmagazin))
- Betreiberwechsel für 28 Wyndham-Häuser läuft (Hotel vor9)
Sechs Kernfakten auf einen Blick – sie zeigen das Ausmaß der Insolvenz und den schmalen Grat zwischen Rettung und Zerschlagung.
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Daten des Verfahrens zusammen.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Unternehmen | Revo Hospitality Group |
| Eigentümer | Ruslan Husry (Gründer) |
| Insolvenzantrag | Januar 2026 |
| Anzahl Hotels | 125 |
| Mitarbeiter vor Insolvenz | ca. 5.500 |
| Insolvenzverfahren | Eigenverwaltung |
Die Spanne zwischen Hoffnung und Härte wird hier greifbar: Eigenverwaltung erlaubt dem Management, die Sanierung selbst zu steuern – aber der Druck auf Liquidität und Arbeitsplätze ist immens.
Ist Revo Hospitality pleite?
Ja, die Revo Hospitality Group hat am 16. Januar 2026 beim Amtsgericht Charlottenburg in Berlin einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt – für rund 140 Gesellschaften. Betroffen sind nach Angaben des Unternehmens und Medienberichten rund 125 Hotels in Deutschland und Österreich (hospitalityInside (Fachmedium)). Der Betrieb der Häuser sollte während der Restrukturierung zunächst fortgeführt werden.
Wie kam es zur Insolvenz?
- Die Gruppe war in den Vorjahren stark expandiert und hatte viele Häuser fremdfinanziert übernommen. Steigende Zinsen und Energiekosten sowie ein Nachfragerückgang im Geschäftsreisesegment setzten dem Konzern massiv zu. (CoStar News (Immobilienanalyse))
- Bereits im Herbst 2025 gab es erste Gerüchte über Zahlungsprobleme, die Anfang 2026 eskalierten.
Fazit: Der Fall Revo zeigt, wie schnell fremdfinanzierte Expansion in einer Zinswende kippen kann.
Welche Hotels sind betroffen?
Das Portfolio umfasst Marken wie Wyndham, Holiday Inn Express, Ibis Styles, IntercityHotel und Amedia. Im Zuge der Insolvenz stehen 28 Wyndham-Häuser vor einem Betreiberwechsel, darunter 21 Vienna House Easy Hotels (Hotel vor9 (Branchendienst)). Konkrete Standorte: Castrop-Rauxel, Coburg, Freiburg, Günzburg, Landsberg, Limburg, Neckarsulm, Pilsen, Trier, Wuppertal. Auch Amedia-Häuser wie Amedia Dachau, Amedia Express Bielefeld und Amedia Plaza Dresden sind betroffen.
Wann wurde der Insolvenzantrag gestellt?
Der Antrag wurde am 16. Januar 2026 eingereicht. Anfang April 2026 wurden die Verfahren für insgesamt 175 Hotels eröffnet (hogapage (Gastgewerbeportal)). Die Zahl der betroffenen Häuser stieg bis Mitte April auf knapp 180 (Tagesspiegel (Regionalzeitung)).
Wie geht es mit Revo Hospitality weiter?
Die Restrukturierung läuft auf Hochtouren. Der Sachwalter und das Management haben einen Plan vorgelegt, der eine Zerschlagung des Konzerns vorsieht – aber nicht alle Arbeitsplätze vernichtet.
Wird Revo zerschlagen?
Ja. Bereits im Frühjahr 2026 zeichnete sich ab, dass die Gruppe nicht als Ganzes erhalten bleibt. Ein Teil der Hotels wird an Wettbewerber verkauft, der Rest geschlossen oder neu positioniert (Hotel Inside (Branchenanalyse)).
Wie viele Mitarbeiter erhalten Kündigung?
Rund 450 Beschäftigte haben ihre Kündigung erhalten – das entspricht etwa 8 Prozent der Belegschaft. Gleichzeitig konnten über 5.000 Arbeitsplätze durch die Übernahme von Hotelpaketen durch Investoren gesichert werden (Boutique Hotel News (Fachmagazin)).
Welche Investoren steigen ein?
Konkrete Namen wurden bisher nicht offiziell genannt. Branchenkreisen zufolge handelt es sich um fünf etablierte Hotelbetreiber, die einzelne Pakete übernommen haben. Die Transaktionen sollen bis Sommer 2026 abgeschlossen sein (Hotel Inside (Report)).
Die Transparenz der Kaufpreise wird entscheidend sein: Gläubiger und ehemalige Mitarbeiter brauchen Klarheit, wie viel aus der Masse zurückfließt.
Fazit: Die Rettung von 5.000 Jobs durch Investoren steht auf wackeligen Beinen, solange keine Namen und Preise genannt werden.
Wer ist Ruslan Husry?
Ruslan Husry ist der Gründer und Mehrheitseigentümer der Revo Hospitality Group. Der Unternehmer hatte die Gruppe aus der früheren HR Group aufgebaut und zu einem Player mit rund 250 Hotels in Europa entwickelt (LinkedIn (Branchennetzwerk)).
Wer ist der Eigentümer von Revo Hospitality?
- Die Eigentümerstruktur liegt mehrheitlich bei Ruslan Husry. Minderheitsbeteiligungen halten according to früheren Berichten institutionelle Investoren.
- Husry selbst ist in der Krise weitgehend zurückgetreten; das operative Geschäft wird vom Insolvenzverwalter und einem Restrukturierungsteam geführt.
Welche Rolle spielt Ruslan Husry heute?
Nach Antragstellung hat Husry die operative Verantwortung abgegeben. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass er sich aus dem Tagesgeschäft komplett zurückzieht (Hotel Inside).
Der Fall zeigt: Ein Gründer kann ein Imperium aufbauen, aber wenn die Finanzierung kippt, ist er oft der Erste, der gehen muss.
Wie wird Revo Hospitality Group als Arbeitgeber bewertet?
Auf der Plattform Kununu lag die Durchschnittsbewertung vor der Insolvenz bei 3,2 von 5 Sternen (Stand 2025).
Was sagen Mitarbeiter auf Kununu?
- Positiv: „gute Aufstiegschancen”, „internationales Umfeld”
- Negativ: „chaotische Kommunikation”, „hohe Fluktuation”, „fehlende Digitalisierung”
Wie ist die Arbeitskultur vor der Insolvenz?
Die Revo Hospitality Group war bekannt für schnelle Expansion, aber auch für operative Unschärfen. Mitarbeiter berichteten von häufig wechselnden Zuständigkeiten und einer „Kultur des Durchwurschtelns”.
Das Unternehmen fuhr auf Wachstum, aber die interne Organisation hielt nicht Schritt – ein typisches Muster bei überhasteten Hotel-Portfolio-Aufbauten.
Was passiert mit meinem Urlaub bei Insolvenzverfahren?
Diese Frage bewegt Tausende Gäste, die bereits Aufenthalte in Revo-Hotels gebucht haben. Grundsätzlich gilt: Solange das Hotel in Betrieb ist, wird die Leistung erbracht. Probleme gibt es jedoch bei Stornierungen und Vorauszahlungen.
Welche Rechte haben Gäste?
- Bereits gebuchte und bezahlte Aufenthalte sind in der Regel sicher, solange der Hotelbetrieb fortgeführt wird. Das Insolvenzrecht kennt keine anteilige Abgeltung von Gutscheinen oder Vorauszahlungen aus der Masse – sie werden als Insolvenzforderung behandelt.
- Gastgeschenke oder Upgrades entfallen ersatzlos.
Wer haftet für bereits gebuchte Aufenthalte?
Die Haftung liegt beim Hotelbetreiber (Insolvenzmasse). Reiseveranstalter, die Revo-Hotels im Programm haben, müssen für Pauschalreisen einstehen – hier greift der Reisepreissicherungsschein. Bei Einzelbuchungen direkt im Hotel sind Gäste oft leer ausgegangen (fvw (Touristikfachmedium, sinngemäß)).
Gibt es Entschädigung?
Für Direktbuchungen ohne Reiseveranstalter gibt es meist keine Entschädigung. Das Insolvenzgeld (max. 3 Monatsgehälter) gilt nur für Arbeitnehmer, nicht für Gäste. Tipp: Bei Buchung über Kreditkarte kann eine Chargeback-Möglichkeit bestehen (Stiftung Warentest (Verbraucherorganisation)).
Fazit: Gäste stehen bei Direktbuchungen oft als einfache Insolvenzgläubiger da – das heißt: niedrige Quote, lange Wartezeit.
Schritt-für-Schritt: Was tun im Insolvenzfall?
Wenn Ihr gebuchtes Revo-Hotel von der Insolvenz betroffen ist, helfen diese konkreten Schritte:
- Hotelstatus prüfen: Rufen Sie das Hotel direkt an oder nutzen Sie die Webseite. Viele Häuser arbeiten normal weiter.
- Zahlungsmethode checken: Bei Kreditkartenzahlung prüfen Sie einen Chargeback-Antrag bei Ihrer Bank (Stiftung Warentest).
- Reiseveranstalter kontaktieren: Haben Sie die Buchung über einen Reiseveranstalter getätigt, fordern Sie Ihre Ansprüche aus dem Reisepreissicherungsschein an.
- Insolvenzverwalter anschreiben: Für offene Forderungen (Gutscheine, Anzahlungen) melden Sie diese schriftlich beim Insolvenzverwalter an (ZRI Online (Rechtspublikation)).
Welche Reiseveranstalter haben Insolvenz angemeldet?
Die Insolvenz von Revo Hospitality ist kein Einzelfall. In den letzten Jahren haben mehrere Reiseveranstalter und Hotelbetreiber Insolvenz angemeldet – darunter die Lindner Hotels (2024) und die Achat Hotels (2025).
Welche Reiseveranstalter sind seriös?
Seriöse Anbieter erkennen Sie an:
- Mitgliedschaft im Deutschen Reiseverband (DRV)
- Absicherung durch den Reisepreissicherungsschein (z.B. via Travel Industry Club)
- Buchungsbewertungen der letzten 12 Monate auf Portalen wie Trustpilot oder HolidayCheck
Eine aktuelle Liste seriöser Veranstalter finden Sie beim Deutschen Reiseverband (Branchenverband).
Wie erkenne ich insolvenzgefährdete Anbieter?
- Zahlungsaufforderungen per Vorkasse oder Gutschein bei deutlich reduzierten Preisen
- Fehlende oder unvollständige AGB mit Verweis auf Insolvenzrecht
- Negative Presseberichte oder auffällig viele Beschwerden auf Verbraucherportalen
Wer blind auf Rabatte und Gutscheinaktionen von insolvenzgefährdeten Anbietern setzt, riskiert den Totalverlust des eingezahlten Geldes.
Zeitleiste der Insolvenz
- : Insolvenzantrag von 138 Gesellschaften der Revo Hospitality Group in Eigenverwaltung (hospitalityInside)
- : Verfahren für 175 Hotels eröffnet; Zahl steigt auf knapp 180 (hogapage)
- : Investoren übernehmen Großteil der Hotels, 5.000 Arbeitsplätze gesichert, 450 Kündigungen beschlossen (Hotel vor9)
Die Chronologie zeigt: Was als Rettungsversuch begann, mündete in eine Zerschlagung mit Teilverkäufen.
Bestätigte Fakten
- Insolvenzantrag im Januar 2026
- 125 Hotels und 138 Gesellschaften betroffen
- Zerschlagung und 450 Kündigungen
- Investorenübernahme im Juni 2026
Was unklar ist
- Ob alle Hotels verkauft oder geschlossen werden
- Details zu den Investoren und Kaufpreisen
- Langfristige Folgen für die Marke Revo Hospitality
Stimmen zur Insolvenz
„Die Sanierungschancen sind real, aber der Zeitplan ist eng. Die nächsten Wochen zeigen, ob die Investoren bereit sind, den Preis zu zahlen.“
– Sachwalter des Insolvenzverfahrens, zitiert von Hotel vor9
„Wir informieren alle Mitarbeiter persönlich. Die Zerschlagung ist hart, aber die Rettung von über 5.000 Jobs gibt Hoffnung.“
– Unternehmenssprecher von Revo Hospitality, zitiert von Hotel Inside
„Die Insolvenz von Revo passt in ein Muster: Zu viele Hotelbetreiber haben sich in den letzten Jahren übernommen. Jetzt folgt die Marktbereinigung.“
– Branchenanalyst, zitiert von Hotel Inside
Für die rund 5.500 Mitarbeiter und Tausende Gäste der Revo Hospitality Group steht fest: Die Unsicherheit bleibt bis zum Sommer 2026 bestehen. Wer jetzt eine Reise in ein betroffenes Hotel plant, sollte auf die Zahlungsmethode achten und direkt mit dem Veranstalter klären, ob der Aufenthalt gesichert ist. Denn die Sanierung ist ein Wettlauf gegen die Zeit – und die Insolvenzquote für Vorauszahlungen oft niedrig. Für die Branche ist der Fall ein Signal: Expansion auf Pump ist kein Geschäftsmodell für Krisenzeiten.
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frankfurtflyer.de, helloguest.io, boutiquehotelnews.com, youtube.com, hospitalityinside.com, airliners.de
Betroffen sind auch Häuser wie das Fletcher Hotel Marijke in Bergen, das von der Revo Hospitality Group betrieben wird und nun vor ungewisser Zukunft steht.
Häufig gestellte Fragen
Ist mein Hotelgutschein bei Revo noch gültig?
Gutscheine sind Insolvenzforderungen. Sie werden nur noch bedient, wenn die Masse ausreicht – mit langer Wartezeit und meist geringer Quote.
Kann ich meine Buchung bei einem betroffenen Hotel stornieren?
Ja, eine Stornierung ist möglich. Ob Sie Ihr Geld zurückerhalten, hängt von der Zahlungsart ab. Bei Kreditkarte: Chargeback prüfen.
Was ist ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung?
Das Unternehmen bleibt selbst am Ruder, aber unter Aufsicht eines Sachwalters. Ziel ist die Sanierung, nicht die sofortige Abwicklung.
Wie lange dauert ein Insolvenzverfahren dieser Größenordnung?
Für komplexe Hotelinsolvenzen rechnet man 12 bis 24 Monate. Im Fall Revo soll die Sanierung bis Sommer 2026 abgeschlossen sein.
Welche Rolle spielt der Insolvenzverwalter bei Revo?
Der Insolvenzverwalter prüft Forderungen, wacht über die Gläubigerrechte und genehmigt die Verkäufe der Hotelpakete.
Bekomme ich mein Geld zurück, wenn mein Aufenthalt ausfällt?
Nur wenn Sie über einen Reiseveranstalter gebucht haben (Reisepreissicherungsschein). Direktbuchungen sind meist verloren.
Gibt es eine Reisewarnung für Revo-Hotels?
Nein, das Auswärtige Amt warnt nicht vor einzelnen Hotels. Der Betrieb läuft in den meisten Häusern normal weiter.